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20 Antworten rund um den Kleberoller

Was ist ein Kleberoller, welcher passt zu Fotos, und warum reißt der Klebefilm? Hier stehen die Fragen, die vor und nach dem Kauf am häufigsten gestellt werden – sortiert nach Themenbereich.

Ein Kleberoller trägt den Klebstoff als Klebefilm auf, nicht als Flüssigkeit. Im Gerät läuft ein Trägerband, von dem der Rollenkopf den Film auf das Papier überträgt. Die Klebestelle ist sofort belastbar, und es bleibt nichts zum Trocknen stehen.

Sie setzen den Rollenkopf flach auf, drücken leicht an und ziehen den Roller in einer Linie über das Papier. Der Klebefilm löst sich dabei vom Trägerband und bleibt liegen. Am Ende der Klebespur heben Sie den Roller an, dann reißt der Film ab. Die ausführliche Anleitung samt Handhaltung steht im Ratgeber zur Anwendung.

8,4 mm sind das Marktmaß — fünf der elf Kleberoller in unserem Vergleich liegen genau darauf. Schmaler geht es bis 5 mm für kleine Klebestellen, breiter kaum: Der breiteste Klebefilm im Vergleich misst 9 mm und stammt vom HERMA Kleberoller Ablösbar, der ihn in kleinen Punkten statt als durchgehenden Film aufträgt. Einen Kleberoller mit 12 mm Breite, wie er häufig gesucht wird, hat unsere Recherche in keiner der acht Trefferlisten gefunden.

Nein. Der Klebstoff kommt als trockener Film auf das Papier und zieht nicht ein, anders als Flüssigkleber. Zum UHU Glue Roller beschreiben mehrere Rezensionen ausdrücklich, dass selbst dünnes Papier dabei glatt bleibt.

Beim durchgehenden Klebefilm liegt eine geschlossene Klebespur auf dem Papier, bei Klebepunkten viele kleine Felder mit Zwischenraum. HERMA trägt den Klebefilm laut Hersteller in kleinen Punkten auf, Pritt wirbt mit einer Wabenstruktur im Film — eine Rezension zu Pritt beschreibt den Auftrag jedoch ebenfalls als einzelne Punkte statt als durchgehenden Film: Die Haftung wirkt dadurch etwas weniger fest, lässt sich aber leichter nachkorrigieren.

Permanent haftender Klebefilm verbindet dauerhaft; ein rückstandsfreies Ablösen ist danach nicht mehr vorgesehen. Wieder ablösbarer Klebefilm hält ebenso sofort, lässt sich aber anheben und neu ansetzen. Acht der elf Kleberoller in unserem Vergleich haften permanent, drei sind wieder ablösbar. Welche Haftung wozu passt, steht im Ratgeber zur Haftung.

Unsere Empfehlung ist der Tombow PN-IP Power Tape: 8,4 mm breiter Klebefilm auf 16 m, nachfüllbare Kassette, und die Haftkraft wird in den Rezensionen am deutlichsten bestätigt. Wer nur gelegentlich kleine Stellen klebt, kommt mit einem kompakten Einwegroller aus. Die vollständige Rangfolge mit Filtern steht auf der Vergleichsseite.

Achten Sie auf die Herstellerangabe säurefrei. Im Vergleich nennen Tombow, PLUS und HERMA einen säurefreien Klebefilm; HERMA gibt ihn zusätzlich als fotoverträglich und archivierungsbeständig an. Wer Fotos später noch umsortieren möchte, ist mit einem wieder ablösbaren Modell besser bedient. Mehr dazu im Ratgeber für Scrapbooking und Fotos.

Für Papier auf Papier meist ja: Der Klebefilm haftet sofort, trocknet nicht aus und hinterlässt keine klebrigen Finger. Mehrere Rezensionen nennen den Kleberoller ausdrücklich als Ersatz für den austrocknenden Klebestift. Auf beschichteten oder sehr glatten Oberflächen berichtet eine Rezension zum UHU Glue Roller dagegen von schwächerer Haftung als bei Flüssigkleber. Die Gegenüberstellung im Einzelnen steht im Ratgeber zur Anwendung.

Viele, aber nicht alle. Sechs der elf Kleberoller in unserem Vergleich sind nachfüllbar: Die beiden großen tesa-Roller, Pritt, Tombow und PLUS nehmen dafür eine Nachfüllkassette auf, bei HERMA wird stattdessen die Klebefilmrolle selbst getauscht, ohne Einlegekassette. Für die übrigen fünf gibt der Hersteller keine Nachfüllmöglichkeit an — darunter der tesa Mini —, ist der Klebefilm dort aufgebraucht, wird der ganze Roller ersetzt. Woran Sie ein nachfüllbares Gerät erkennen, steht im Ratgeber zum Nachfüllen.

Sie öffnen das Gehäuse, nehmen die leere Kassette heraus und setzen die neue ein; Werkzeug brauchen Sie dafür nicht. HERMA kommt ohne Einlegekassette aus Kunststoff aus, dort wird die Klebefilmrolle selbst getauscht. Die Kassette gehört zum jeweiligen Gerät und ist zwischen Marken nicht austauschbar. Der Wechsel Schritt für Schritt steht im Ratgeber zum Nachfüllen.

Wenn Sie regelmäßig kleben, ja: Zum HERMA-Roller lobt eine Rezension die günstigen Nachfüllrollen, die den Kauf eines neuen Geräts ersparen. Umgekehrt hält eine Rezension zu Pritt die Nachfüllmöglichkeit für wenig sinnvoll. Wer nur ab und zu etwas klebt, fährt mit einem Einwegroller nicht schlechter.

Nicht von sich aus. Säurefrei ist eine Herstellerangabe, und nur ein Teil der Geräte trägt sie — im Vergleich sind das Tombow, PLUS und HERMA. Für Fotoalben, Scrapbooking und Dokumente, die lange liegen sollen, ist diese Angabe das entscheidende Merkmal. Warum die Angabe bei Fotoalben den Ausschlag gibt, steht im Ratgeber für Scrapbooking und Fotos.

Eine Haltbarkeit in Jahren gibt keiner der Hersteller an; permanent haftender Klebefilm ist auf Dauer angelegt. Einzelne Rezensionen beschreiben eine langjährige Nutzung des Rollers selbst — nicht der einzelnen Klebestelle; eine belastbare Aussage dazu, wie lange eine Klebeverbindung tatsächlich hält, liefert keine der ausgewerteten Rezensionen. Bei wieder ablösbarem Klebefilm ist das Gegenteil gewollt — er soll sich abnehmen lassen, ohne Spuren zu hinterlassen.

Fast nie. Wo die Hersteller sich dazu äußern — etwa beim UHU Glue Roller permanent, beim tesa GLUE ROLLER Non-Permanent und beim Pritt Kleberoller — steht ausdrücklich nicht wasserfest im Datenblatt; zwei Ausnahmen gibt es im Vergleich: Die Datenblätter des PLUS Kleberollers „PRO“ und des UHU Glue Roller non-permanent nennen „Wasserfest“. Für Klebearbeiten im Freien oder in feuchten Räumen prüfen Sie deshalb das Datenblatt des jeweiligen Geräts.

Ohne Lösungsmittel kommt der Klebefilm bei vier Geräten in unserem Vergleich aus — ein tesa, beide UHU Glue Roller und HERMA geben das ausdrücklich an; für die übrigen sieben macht der Hersteller dazu keine Angabe. Westcott nennt seinen Kleberoller für Kinder und Erwachsene in Schule, Büro und beim Basteln geeignet, und die kompakten Modelle passen in jedes Federmäppchen. Eine Altersfreigabe sprechen die Hersteller nicht aus.

Meist, weil der Roller zu schnell oder schräg gezogen wird — der Film löst sich dann ungleichmäßig vom Trägerband. Setzen Sie den Rollenkopf flach auf und ziehen Sie gleichmäßig durch. Reißt der Film im Gerät, lässt er sich nicht reparieren: Bei nachfüllbaren Rollern tauschen Sie die Kassette, bei Einwegrollern das ganze Gerät. Weitere Hilfe bei Störungen steht im Ratgeber zur Anwendung.

Häufigste Ursache ist ein verklebter Rollenkopf. Zum tesa GLUE ROLLER Permanent und zum HERMA-Roller beschreiben Rezensionen, dass die Austrittsöffnung mit der Zeit klebrig wird. Reinigen Sie sie vorsichtig; bleibt es dabei, ist meist die Rolle am Ende. Wie Sie den Rollenkopf reinigen, steht im Ratgeber zur Anwendung.

Zuverlässig nur bei den wieder ablösbaren Modellen. Der tesa GLUE ROLLER Non-Permanent, der HERMA Kleberoller Ablösbar und der UHU Glue Roller non-permanent sind dafür gebaut — der Klebefilm lässt sich anheben und neu ansetzen; zum UHU lobt eine Rezension ausdrücklich das gute Ablösen vom Untergrund. Permanent haftender Klebefilm ist dafür nicht vorgesehen und bleibt in der Regel, wo er sitzt; eine Ausnahme beschreibt eine Rezension zum punktförmigen Klebeauftrag des Pritt Kleberollers, bei dem sich kleinere Reste mit einem Radiergummi entfernen lassen. Der Unterschied ist im Ratgeber zur Haftung erklärt.

Beschichtete und sehr glatte Oberflächen können dem Klebefilm wenig Halt bieten. Zum UHU Glue Roller permanent berichtet eine Rezension genau davon und eine weitere von schwächerer Haftung im Vergleich zu Tubenkleber; eine dritte, englischsprachige Rezension beschreibt dagegen gerade auf glänzendem Papier eine starke Verbindung, und der Hersteller nennt den Kleber laut Datenblatt für viele glatte Oberflächen geeignet. Die Erfahrungen gehen hier auseinander — prüfen Sie im Zweifel an einer unauffälligen Stelle, oder greifen Sie zu einem anderen Klebstoff.